Musik

Musik hören – Musik machen – Musik verstehen

Die Förderung der Kommunikationsfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler ist ein profilbildendes Merkmal des Evangelischen Gymnasiums Teltow. Daraus ergeben sich zwei Fragen:

      - In welchem Zusammenhang steht Kommunikation und Musik?

 

    - Welche Anforderungen stellt dies an die methodisch-didaktische Gestaltung des Faches?

Kommunikation und Musik sind zwei eng miteinander verbundene Ebenen, die sich durch das gemeinsame Handeln auszeichnen, durch welches Erkenntnisse, Erlebnisse und emotionale Ideen sowohl ausgetauscht werden als auch neu entstehen können. Dies impliziert die Kommunikation über Musik sowie die Fähigkeit, Musik als Kommunikationsmedium zu erkennen und zu nutzen.

Der Umgang mit Musik stützt sich in unserer Schule auf drei Säulen.

  1. Zum einen gilt der verpflichtende Musikunterricht für alle Schülerinnen und Schüler in der regulären wöchentlichen Stundentafel.
  2. Zum anderen bietet der Ganztagsbereich eine flexible und freiwillige Möglichkeit musikalischer Betätigung und Erprobung.
  3. Als dritte Säule wird die musikalische Gestaltung der Gottesdienste und Andachten einen wichtigen religiösen Aspekt im Leben der Schülerinnen und Schüler am Evangelischen Gymnasium einnehmen.

Im Musikunterricht wird das musikalische Lernen als ganzheitlicher, offener Prozess gestaltet, indem Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit Musik in ihrem historischen Kontext und als Ausdrucksform seiner Zeit verstanden werden. Sowohl über handlungsorientierte Unterrichtsformen, wie dem Hören und Gestalten, als auch dem darstellenden und bildnerischen Umsetzen von Musik sollen die Schülerinnen und Schüler zu einer qualifizierten Reflektionskompetenz sowie Empathievermögen befähigt werden.
Die Vermittlung grundlegender musiktheoretischer Fähigkeiten und Fertigkeiten verhelfen hierbei zu einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit Musik. Die Schülerinnen und Schüler erhalten in der Sekundarstufe I eine fundierte Wissensvermittlung, die die Basis für anspruchsvolle musikalische Analysen und Betrachtungen in der Sekundarstufe II bildet.
Weiterhin lernen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Musikunterrichts auf ihre eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und ihre Meinung und ihr Können selbstbewusst zu präsentieren. Die Reflektion und der Austausch mit und über Musik fördert die Kommunikation untereinander, und die Schülerinnen und Schüler lernen Musik als eine Form des emotionalen Ausdrucks zu begreifen. Dazu gehören auch gegenseitige Achtung, Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit – Kompetenzen, die zu einer gelingenden Kommunikation beitragen.
Im Rahmen des Ganztags erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre eigenen musikalischen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erproben und zu entdecken. Das Angebot soll an die Neigungen und Interessen der Schülerinnen und Schüler anknüpfen und nach diesen entsprechend gestaltet werden - vom Singen, über Musiktheater bis hin zum Tanz. Das gemeinsame Handeln steht auch hier im Mittelpunkt und leistet einen Beitrag zur Förderung der sozialen Kompetenz eines jeden Schülers sowie seines Verantwortungs-bewusstseins für die Gruppe und die Schule.
Ein wichtiger Teil im Leben des Evangelischen Gymnasiums stellt die selbstständige musikalische Ausgestaltung der Schulgottesdienste und Andachten durch die Schülerinnen und Schüler dar. Fächerverbindend zwischen dem Musik- und Religionsunterricht erfolgen eine tiefgründige thematische Auseinandersetzung mit protestantischer Kirchenmusik sowie eine daraus resultierende liturgische und zugleich kreative Gestaltung der religiösen Höhepunkte im Schulalltag.
U. Engler

 

Darstellendes Spiel - Theater in all seinen Facetten

Beim Begriff "Theater" denken vielleicht alle erst einmal an das Sprechtheater: ein Bühnentext wird einstudiert und mit Aufführungen auf die Bühne gebracht.

Theaterspiel beinhaltet aber weit mehr: es soll für leere innere und äußere Räume sensibilisieren.

  • Welche Geschichten können ein einfacher Stuhl oder Bühnenwürfel auf der leeren Bühne erzählen?
  • Welche theaterästhetischen Mittel setze ich ein, um bestimmte Wirkungen zu erzielen?
  • Will ich mit Masken spielen, brauche ich volle Körperbeherrschung und klare Abläufe …

Im Folgenden gebe ich einen kurzen Überblick über einige Aspekte, die in den verschiedenen Jahrgängen verstärkt bearbeitet werden. Letztendlich bestimmt aber immer das Potential der Gruppe den jeweiligen Schwerpunkt.
Egal welches Alter: Theater erfordert Mut, Ausdauer und Teamfähigkeit!

In der Theater AG 7 legen wir die Grundlagen des Theaterspiels:
Die Kinder lernen Bühnenpräsenz und Bühnensprache, aber vor allem die Körpersprache, die wir brauchen, um Inhalte glaubhaft ins Publikum zu bringen. Wir improvisieren und entwickeln selbst geschriebene oder vorgegebene Szenen. Auf Wunsch gibt es im Sommer eine kleine Abschlusspräsentation.

Bei der Theater AG 8 führt das Programm weiter, gemäß der Altersstufe können Themen skurriler, theatralischer aufbereitet werden.
Jahrgang 9: Hier gibt es im Moment noch kein Angebot, das könnte sich aber noch in diesem Jahr ändern.

Wahlpflichtfach DS 10:
Auch diese Stufe bietet noch sehr viele Möglichkeiten des Ausprobierens, die diesmal allerdings benotet werden. Wir greifen auf vorhandenes Material zurück, schreiben Prosa in Bühnenform um, kreieren eigenes und vermischen verschiedene Genres wie performative und klassische Bühnenformen. Wie immer entwickelt sich das Geschehen aus der Gruppe heraus, d.h. wir arbeiten prozessorientiert und produktorientiert.

DS 11 (Grundkurs Darstellendes Spiel)
Hier geht es darum, gemeinsam ein abendfüllendes Stück zu inszenieren  und in 2 Aufführungen zu präsentieren. Mittels Improvisation nähern wir uns Figuren und Inhalt des jeweiligen Stückes, erstellen eine Strichfassung und gehen dann ans Inszenieren, um zu den festgelegten Terminen 2 super Aufführungen darzubieten!
Achtung! Um überhaupt in Schwung zu kommen, brauchen wir ein extra Probenwochenende als sogenannte Anschubprobe. Und dann natürlich die Endproben, der Adrenalinspiegel steigt…
Die ganze Gruppe zeichnet sich für die Produktion verantwortlich und übernimmt Regie, Bühnenbild, Öffentlichkeitsarbeit usw. Benotet werden Ensemblearbeit und Spiel.

DS 12 (Grundkurs Darstellendes Spiel)
Hier zeigt sich, wessen Herz wirklich für Theater schlägt! Neben all den Vorbereitungen für die Abiturprüfungen gilt es, eine gute Inszenierung auf die Bühne zu bringen. Aber die SpielerInnen sind gestärkt für das Leben draußen, sie haben Sozialkompetenzen erworben und sicherlich eine innere Entwicklung vollzogen, die ihre Persönlichkeit stärkt. Vor allem haben sie gelernt, Perspektiven zu wechseln, eine wichtige Voraussetzung für Konfliktlösungen.
Was im Jahrgang 11 gelernt wurde, wird hier vertieft: die Rollenarbeit und die Techniken der Inszenierung werden intensiviert.
Die Aufführungen finden im März um den Frühlingsanfang statt.

Hoffentlich haben diese Ausführungen einige Ideen des Theaterspiels verdeutlichen können, letztendlich muss man es selbst erleben!

Und: Theater lebt vom Applaus der Zuschauer!!! Also Oma, Opa, die ganze Familie, Nachbarn und Freunde mobilisieren!

Sabine Mohr