Kindheitserinnerungen beim ersten Lesen des Titels des Theaterstücks waren nicht zu vermeiden, Alice...

Wer kennt sie nicht, und ihre Weggefährten im Wunderland. Den weißen Hasen, den verrückten Hutmacher, die Herzkönigin, die Raupe und viele mehr. Auch wenn sich Parallelen zu dem erstmals 1865 erschienenen Kinderbuch des britischen Schriftstellers Lewis Carroll aufzeigen lassen, behandelt das Theaterstück des DS-Kurses des 12. Jahrgangs unter der Leitung von Sabine Mohr jedoch ein sehr ernstes Thema.

 

Alice, überzeugend von Chiara S. gespielt, wurde in eine Nervenheilanstalt eingewiesen, ein tragischer Fall, denn sie hat durch ein Feuer ihre Eltern verloren. Als Patientin 263 stellt sie Ärzte und Pfleger vor ein Problem - sie spricht nicht, lässt niemanden an sich heran und besteht auf ihre Medikamente. Unter deren Einfluss verschwimmen Realität und Einbildung, und Alice begegnet zusammen mit ihrem Begleiter, der von Antonia K. wunderbar gespielten Grinsekatze, den aus dem Kinderbuch bekannten Charakteren. Um Informationen über die Herzkönigin zu sammeln, begibt sie sich auch in Gefahr und lernt so ihre Mitinsassen ein wenig besser kennen.


Die ernste Thematik haben die Schüler des 12. Jahrgangs auf überzeugende Weise transportiert und die Zuschauer zum Nachdenken angeregt. Ihre schauspielerische Leistung war in vielen Fällen herausragend. Ein gelungener Abend!

von Bettina Bender

 

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