SAM 2667Die Klasse 10s1 erlebt die Haftbedingungen im KGB-Untersuchungsgefängnis in Potsdam hautnah

 

„Man musste nicht schuldig gewesen sein, um hier gewesen zu sein“ – so wurden die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10s1 und ihre Lehrerinnen und Lehrer Frau Bender und Herr Blaschke in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße in Potsdam begrüßt.


In einer einstündigen Führung wurden wir durch die Haftzellen geführt mit originalen Holzpritschen, Karzer, zugemauerten Durchgängen und Fenstern, massiven Vergitterungen und Sichtblenden sowie den Resten der Sperranlagen und Fundamenten der Freigangzellen von der einstigen Nutzung. Für alle Jugendliche und Lehrer war dies eine sehr beeindruckende und authentische Erfahrung, die noch durch viele Zeitzeugenberichte verstärkt wurde.


Im Anschluss wurden wir noch durch die ehemalige „verbotene Stadt“ im Norden Potsdams geführt. Das Gefängnisareal befand sich im Kernbereich eines der wichtigsten sowjetischen Geheimdienststandorte in Deutschland, dem „Militärstädtchen Nr. 7“. Ein 2,5 km langer Geschichtspfad informiert an 14 Punkten über die Geschichte und Funktion historischer Gebäude, baulicher Relikte und Spuren in diesem Gebiet.

 

Eine sehr beängstigende Gegend, in der seit Mitte des 20. Jhs. viele Menschen ihr Leben oder zumindest ihre Zukunft verloren haben.

 

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A. Blaschke