IMG 0562Der diesjährige Schüleraustausch mit dem collège/lycée St. Herblain - St. Dominique fand letzten Sonntag am Flughafen Schönefeld ein tränenreiches Ende.

Nachdem uns die französischen 9. Klässler im Oktober in Kleinmachnow beehrt hatten und erste Berührungsängste mit der Sprache und zwischen den Schülern abgebaut wurden, waren wir umso mehr gespannt auf eine Woche am Atlantik mit rauen Küsten, Ebbe und Flut.
Bei schönstem Sonnenschein fuhren wir durch grüne Wiesen, entlang der Loire, ans Meer zum Wassersport, erlebten Unterricht im collège, wenn auch ausschließlich frontal, erfuhren viel über Salzabbau in den Salinen und die ehemalige Hafenstadt Nantes. Ein kleines, nettes Städtchen, dass wir zu Fuß, mit der Tram oder dem Boot erkundeten immer in Begleitung unserer Lehrerinnen Frau Kilian und Frau Kelm, sowie dem charmanten DFJW Praktikanten "Korbi", der uns viel über die Stadt erzählt hat.
Modern bis futuristisch erscheint  bei unserer Stadtrallye, die alle Schüler eifrig durchführten und im Anschluss mit leckerem Eis belohnt wurden.
Stadtgeschichte erfuhren wir auch im château des ducs de Bretagne, das nebenbei über das Erfinderehepaar Lefèvre et Utile berichtet. Die bis heute als Markenname LU bekannten Butterkekse übertreffen vieles.


Ein unvergessliches Erlebnis war die Verkostung frischer Austern auf dem typisch französischen Markt Talensac, nicht für jeden ein Genuss, wenn lebendige Meerestiere auf den Standtischen zum Verkauf angeboten werden. Andere Länder, andere Sitten!


Der Blick über die Stadt und die Insel Nantes mit seinen "grues"(Kran), le caroussel et l'éléphant war unschlagbar und wer Lust hatte noch ins Jules Verne Museum zu gehen, war auch nicht schlecht beraten. Les Machines de l'île erinnern an die Romane Jules Vernes und äußern sich in technischer Kreativität junger Freigeister, die einen riesigen Elephant nachgebaut haben, der Touristen durch die Stadt trägt. Ein Ritt wurde auch für uns zum Erlebnis, zumal er auch trötet und Wasser spritzt.

Wir fühlten uns schnell heimisch und die morgendlichen Diskussionen auf dem Schulhof über Gewohnheiten der französischen Familien, wie z.B. spätes zuBettgehen, da überlang zu Abend gegessen wird und bizarre Vorschriften bei der Schulkleidung verringerten sich mit der Zeit.

 

Die Zusammenarbeit beider Schulen hat toll geklappt und wird hoffentlich noch lang erhalten.

Es war eine Entdeckungsreise, ein Toleranzedikt an die deutsch-französische Freundschaft und das savoir-vivre, dass wir alle sehr genossen haben.

 

Vielen Dank an die französischen Kolleginnen, die alles so schön vorbereitet haben, an die netten Eltern und super zuverlässigen Kinder der Klasse 9f, à la prochaine...    

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A.Kelm