20200124 122954Geographie-Unterricht zum Anfassen erlebten die Schüler des Leistungskurses Geographie des 11. Jahrgangs am vergangenen Freitag, dem 24.1.2020 auf ihrer Stadtexkursion in Berlin.

Der Ausflug entlang des Berliner S-Bahnrings entführte die Schüler in einen Teil der Stadt, der zwischen 1870 und 1915 in der Umgebung Berlins entstand und den vielen Landflüchtigen, die angelockt von den entstehenden industriellen Arbeitsplätzen in die Stadt strömten, neuen Wohnraum bot.

Die sogenannte Mietskasernenbebauung dieser Zeit orientierte sich an den Vorgaben des Bebauungsplans von James Hobrecht und schuf viel Wohnraum mit sozialer Durchmischung auf möglichst wenig Fläche, die Bauspekulationen der damaligen Zeit trugen nicht zur maximalen Verdichtung der Bebauung entlang des Berliner S-Bahnrings bei.

Mit ehemaligen Sanierungsgebieten wie dem Bereich um den Bahnhof Ostkreuz und aktuellen Projekten wie der Karl-Marx-Straße erkundeten die Schüler mit S- und U-Bahn sowie ca. 10km Fußweg vor allem Kreuzberg und Neukölln und beschäftigten sich mit Möglichkeiten und Grenzen der Sanierung eines Gebietes, das einst ein Wohnraumproblem löste, jedoch ein Konzept war, das heute im Zuge einer nachhaltigen Stadtentwicklung nicht mehr zeitgemäß ist und dringend einer Überarbeitung bedarf.

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B. Bender